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Mindestens fünf Tote durch Hurrikan "Michael" in den USA
Die Zahl der Toten durch Hurrikan "Michael" in den USA ist auf mindestens fünf gestiegen. Im Staat Florida starben laut Polizei vier Menschen. Im benachbarten Georgia ein elfjähriges Mädchen getötet, als ein durch die Luft wirbelnder Carport auf ihrem Haus landete.

Der Wirbelsturm der zweithöchsten Kategorie 4 war am Mittwoch im Nordwesten Floridas auf Land getroffen. Dabei wurden zahlreiche Gebäude zerstört, Bäume entwurzelt und Stromleitungen umgerissen. Im Laufe des Tages wurde "Michael" zum Tropensturm herabgestuft und zog nach Alabama und Georgia weiter, bevor er Kurs auf South und North Carolina nahm.

Hunderttausende Menschen im Südosten der USA waren am Donnerstag weiterhin ohne Strom. US-Präsident Donald Trump erklärte den Katastrophenfall für Florida und rief den Notstand in Georgia aus, um Bundesmittel für die Bundesstaaten freizugeben.

"Unglaubliche Zerstörung" Mitte September hatte der Sturm "Florence" an der Südostküste der USA für schwere Überschwemmungen und Schäden gesorgt, darunter vor allem in Süd- und Nord-Carolina. Mehr als 30 Menschen kamen ums Leben. Vor einem Jahr hatte Hurrikan "Irma" eine Schneise der Zerstörung in Florida geschlagen.

"Es gibt unglaubliche Zerstörung", sagte Floridas Gouverneur Rick Scott am Donnerstag dem Sender CNN. "Wir haben viele Verletzte."

Befürchtet wurde, dass Rettungskräfte in den Trümmern noch Tote finden könnten. Der Sturm hatte unerwartet schnell an Stärke gewonnen, viele Menschen hatten sich nicht rechtzeitig in Sicherheit gebracht. Scott sagte, Rettungskräfte hätten die ganze Nacht gearbeitet und würden so bald wie möglich alle Betroffenen erreichen.

Stärkster Hurrikan seit 1851 "Michael" war nach Angaben des Nationalen Wetterdienstes der stärkste Hurrikan, der die "Florida-Panhandle" seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1851 getroffen hat. Als Panhandle (Landzipfel oder Pfannenstiel) wird der Teil Floridas nordwestlich der Halbinsel bezeichnet, wo der Hurrikan der Kategorie vier am Mittwoch mit Windgeschwindigkeiten von 250 Stundenkilometern auf Land gestossen war.

Er lag damit nur zwei Stundenkilometer unter der höchsten Kategorie fünf. Das Nationale Hurrikan-Zentrum hatte vor meterhohen Sturmfluten gewarnt.

Scott rief die Menschen dazu auf, weiterhin nicht ihre Häuser zu verlassen. "Sie haben diesen unglaublichen Sturm überlebt. Bleiben Sie sicher. Gehen Sie nicht hinaus, wenn Sie nicht müssen." Überlandleitungen seien zerstört worden, Bäume seien umgestürzt. Scott fügte mit Blick auf die schweren Sturmschäden hinzu: "Ich wünschte nur, das wäre nie geschehen."

Rettungskräfte würden die Betroffenen bald erreichen. Scott fügte mit Blick auf die schweren Sturmschäden hinzu: "Ich wünschte nur, das wäre nie geschehen."

Der Gouverneur sagte, rund 360"000 Haushalte, Büros und Geschäfte seien ohne Elektrizität. Floridas Katastrophenschutzbehörde Sert teilte mit, alleine im Bezirk Bay - wo der Hurrikan am Mittwoch auf Land getroffen war - sei bei fast 115"000 der 117"625 Anschlüssen der Strom ausgefallen. Im benachbarten kleineren Bezirk Calhoun verfügte am Donnerstagmorgen kein einziger Anschluss mehr über Elektrizität.

"Mexico Beach ist weg" "Michael" war am Mittwochmittag in der Nähe des Ortes Mexico Beach auf Land getroffen. Auf Fernsehbildern, die CNN von einem Helikopter aus aufnahm, war grossflächige Zerstörung in Mexico Beach zu sehen. Floridas Senator Marco Rubio schrieb auf Twitter, ihm sei gesagt worden: "Mexico Beach ist weg."

Der Abgeordnete Neal Dunn sagte CNN aus der nahe gelegenen Stadt Panama City: "Es sieht so aus, als wäre in jedem einzelnen Block eine Bombe hochgegangen." Am Morgen nach dem Sturm bot sich ein chaotisches Bild: Häuser, Autos, Boote, Bäume und Möbel hatte der Sturm offensichtlich durcheinandergewirbelt. Betroffene Menschen standen fassungslos vor den Trümmern.

Auf seinem Weg nach Nordosten schwächte sich "Michael" ab und wurde zu einem tropischen Sturm herabgestuft. Der Sturm zog am Donnerstag weiter über die Bundesstaaten Georgia sowie South Carolina. Das Nationale Hurrikanzentrum warnte vor Sturmfluten in Teilen North Carolinas.

Erst Mitte September hatte Tropensturm "Florence" die Südostküste der USA getroffen und vor allem in North und South Carolina schwere Überschwemmungen verursacht. Mehrere Dutzend Menschen kamen durch "Florence" und die Folgen des Sturms ums Leben.

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2018-10-11 23:26:45 [Quelle: SDA]

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