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Schweizer Börse im Abwärtsstrudel nach internationalen Kursstürzen
Der Schweizer Aktienmarkt hat am Donnerstag den vergangene Woche eingeleiteten Sinkflug noch beschleunigt. Der SMI büsst im Sog der weltweiten Börsenturbulenzen allein am Berichtstag über 200 Punkte oder mehr als 2 Prozent ein.

Seit vergangenem Donnerstag hat der Leitindex derzeit beinahe 500 Punkte nachgegeben. Für den Moment scheint der SMI zwar vorerst einen Boden gefunden zu haben, aus den USA kommt nach dem massiven Einbruch vom Vortag aber noch keine Entwarnung: Die Futures deuten auf eine erneut sehr schwache Eröffnung an der Wallstreet hin.

Die Wall Street hatte am Mittwoch einen ihrer schwärzesten Tage in diesem Jahr erlebt. Der Dow Jones-Index brach um 3,2 Prozent ein, die technologielastige Nasdaq rauschte gar um über 4 Prozent nach unten. Herbe Verluste gab es auch an Asiens Handelsplätzen.

Grosser Einbruch eingeläutet? Die Gründe für die um sich greifende Verunsicherung seien nicht neu, hiess es im Handel. Hervorgehoben werden der sich ausweitende globale Handelskrieg, das Budget von Italien, die Zunahme von protektionistischen Massnahmen, ein verlangsamtes Wachstum in China, der Brexit oder der Vorgeschmack auf die Wahlen in den USA im November.

Beunruhigt zeigen sich Marktteilnehmer aber weniger wegen des bisherigen Ausmasses der Korrektur an sich, als vielmehr wegen der Frage, ob der seit längerem befürchtete grössere Einbruch nun tatsächlich eingeläutet ist.

Der Swiss Market Index (SMI) steht um 14.40 Uhr 2,14 Prozent tiefer bei 8"702,59 Punkten. Der breite Swiss Performance Index (SPI) verliert 2,07 Prozent auf 10"262,15 Punkte. In ganz Europa geben die Aktienkurse nach, der deutsche Dax fällt um 0,7 Prozent, der französische CAC 40 um 1,4 Prozent, der britische FTSE 100 um 1,4 Prozent und der Euro Stoxx 50 um 0,9 Prozent.

Umfeld herausfordernder Das gesamte Umfeld für die Investoren sei in den vergangenen Monaten herausfordernder geworden, heisst es in einem Marktkommentar, nicht zuletzt auch wegen der anziehenden Zinsen auf amerikanischen Staatsanleihen. Zudem habe die globale Konjunkturdynamik ihren Zenit überschritten und das globale Wachstum sei nicht mehr so synchron wie noch 2017.

Auch wenn nun doch noch nicht der grosse Einbruch kommt, rechnen die Beobachter für die nähere Zukunft mit einer zumindest wieder erhöhten Volatilität. Die Volatilität gemessen am Barometer VSMI ist denn auch deutlich angestiegen.

Wie oft bei steigender Nervosität an den Märkte kommen Finanzwerte stärker unter die Räder. Grösster Verlierer sind aktuell die Aktien von Partners Group (-4,0%), aber auch die Titel von Julius Bär (-3,7%), der UBS (-3,3%) und der CS (-3,1%) fallen markant zurück. Hier treibt insbesondere die Angst vor stärker als erwartet steigenden Zinsen in den USA die Investoren aus den Papieren.

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2018-10-11 15:08:47 [Quelle: SDA]

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